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  • Date: Tue, 18 Feb 2020 09:18:51 +0000

„Donnerstag ist Eintracht-Tag“

Der Frankfurter Sportdirektor spricht wieder und tut das über: das spezielle 
Europapokal-Flair, kränkelnde Stürmer und ganz viele Zweitstimmen für den 
Verein.
Bruno Hübner tritt wieder vermehrt in die Öffentlichkeit, nachdem sich der 
Sportdirektor der Frankfurter Eintracht über Monate hinweg rar gemacht hatte. 
Vor dem eminent wichtigen Europapokalspiel am Donnerstag gegen den FC Salzburg 
beantwortete der 59-Jährige die Fragen der Medienvertreter und sprach über ...


... den mutlosen Auftritt samt 0:4-Schlappe in Dortmund:Wenn du in Dortmund 
etwas holen willst, musst du 100 Prozent Leistung abrufen. Das ist der 
kompletten Mannschaft nicht gelungen. Wir haben das Spiel am Montagmorgen noch 
mal aufgearbeitet, auch per Videoanalyse, aber damit ist es dann abgehakt. 
Jetzt ist der Fokus komplett auf Donnerstag gerichtet.

... über die Abhängigkeit von Filip Kostic:Der Gegner versucht ja immer, ihn 
aus dem Spiel zu nehmen. An einem guten Tag setzt sich Filip trotzdem durch, er 
braucht aber die Unterstützung der ganzen Mannschaft. Das haben wir in Dortmund 
nicht geschafft.

Eintracht-Manager Hübner: „Wir hatten viel zu viel Respekt“

... die These, dass zuletzt zu wenig gute Fußballer auf dem Feld standen, um 
ein Spiel zu dominieren:Das denke ich nicht. Die Jungs können alle Fußball 
spielen, aber das geht nur, wenn du dich traust. Wenn du dich nur versteckst 
und Angst vor Fehlern hast, ja, dann kommt so ein Spiel zustande. Wir hatten 
viel zu viel Respekt. Jeder weiß, dass er so eine Leistung nicht noch einmal 
abrufen darf.

... die Lehren aus dem hasenfüßigen Auftritt in Dortmund im Hinblick auf das 
Sechzehntelfinalhinspiel gegen Salzburg:Das Spiel am Donnerstag wird ein ganz 
anderes, wir spielen zu Hause, da sind wir eine Macht. Und die Europa League 
ist für uns etwas ganz Besonderes. Wir haben uns in der vergangenen 
Europa-League-Saison viele Sympathien erspielt, sind bei sehr vielen Menschen 
der Zweitlieblingsklub geworden, in der Politik würde man sagen: Wir haben 
viele Zweitstimmen. Die Leute sagen: Donnerstag ist Eintracht-Tag. Aber: 
Salzburg hat eine richtig gute Mannschaft, die viel Geschwindigkeit hat und gut 
presst. Wir werden da ein anderes Gesicht zeigen müssen, und das werden wir 
auch.


... den Verlust von Takumi Minamino (FC Liverpool), Marin Pongracic (VfL 
Wolfsburg) und Erling Haaland (Borussia Dortmund), die den österreichischen 
Meister allesamt im Winter verließen:Das ist erst mal eine Schwächung, klar, 
aber die Salzburger schaffen es stets, solche Abgänge zu kompensieren. Sie 
können solche Spieler schnell ersetzen, weil eine Philosophie dahintersteckt. 
Sie haben mit dem FC Liefering einen Verein, der gut zuliefert. In den letzten 
Jahren sind immer gute Spieler nachgerückt.

Eintracht-Manager Hübner über den Vorteil von Frankfurt im spiel gegen Salzburg

... den späten Start der Salzburger in die Rückrunde, die erst ein Spiel 
absolviert und zu Hause 2:3 verloren haben:Das ist ein Vorteil für uns, das 
glaube ich schon. Sie haben sich jetzt zu Hause gegen den LASK schwergetan und 
nach ewiger Zeit mal wieder verloren. Wir haben hingegen schon sechs Spiele 
absolviert, das sollte uns helfen. Aber sie werden sich in der Meisterschaft 
durchsetzen, und die Euro League ist für sie wichtig, da wollen sie sich 
präsentieren und für Furore sorgen.

... das besondere Europapokal-Flair in Frankfurt:Bei uns ist es ein 
Zusammenspiel zwischen den Fans und der Mannschaft. Wir werden zu Hause 
unheimlich nach vorne getrieben, mit dieser Unterstützung bekommen wir die 
zweite Luft. Die Jungs sind von Anfang an ganz anders im Zweikampf – diese 
Atmosphäre macht sehr viel aus. Genau daran müssen wir aber arbeiten, denn wir 
haben zwei Gesichter. Auswärts verkaufen wir uns unter Wert.

... die missliche Situation von Stürmer Bas Dost, der oft krank oder verletzt 
ist:Bas ist ein Kopfspieler, Kopf und Körper sind eins – und das stimmt halt im 
Moment nicht. Er hat immer wieder Rückschläge zu verkraften, zuletzt hatte er 
Magen-Darm, war sogar im Krankenhaus. Wenn du aber rankommen willst, brauchst 
du Spiele und Training. Wir haben ihn auch am Montagmorgen aus dem 
Trainingsprogramm genommen, damit wir ihn individuell aufbauen können. Er 
müsste mal über einen längeren Zeitraum Spiele absolvieren können, dann würde 
er uns richtig helfen.

Eintracht-Manager Hübner: Dreierkette ist sicher eine Überlegung

... die Entwicklung von Stürmer André Silva:Wenn du jemanden aus einer anderen 
Liga holst, musst du Geduld haben. Denn in der Bundesliga brauchst du Demut. Du 
musst in jedem Spiel an 100 Prozent kommen, sonst erleidest du Schiffbruch. 
Daran müssen sich die Spieler gewöhnen. Die Bundesliga ist mit der Premier 
League die Top-Liga überhaupt.

... die Option einer Dreierkette:Die Dreierkette bietet sich an, weil Makoto 
Hasebe, mit einer der besten Fußballer, das brillant spielt. Also ist das 
sicher eine Überlegung. Aber Hase hat auch im Mittelfeld gut gespielt, er ist 
ein feiner Fußballer, der uns spielerisch weiterhilft.?



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