[liz-bonn] Aufruf

  • From: Matze <matze@xxxxxx>
  • To: liz-bonn@​freelists.​org
  • Date: Fri, 28 Feb 2014 00:43:18 +0100

HIer ein weiterer Vorschlag für einen Aufruf:*
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*The Future is still unwritten*

Für den ersten Mai 2014 mobilisiert das libertäre Forum Bonn, wie im vergangenen Jahr, zu einer Demonstration.

Wir wollen in einem eigenen Block auf der Demo lautstark und entschlossen unserer Forderung nach einem vergesellschafteten, öffentlichen Raum, der allen gehört, Nachdruck verleihen.

Das Recht auf Stadt ist nur dann etwas wert, wenn es für alle Menschen gilt. Recht auf Stadt bedeutet, dass alle Menschen ausnahmslos entscheiden können, wo und wie sie leben möchten – in welchem Viertel, welcher Stadt, in welchem Land und auf welchem Kontinent. Ob sie in Mietwohnungen leben, eine autonome Lebensform gewählt haben oder aus ihrer Heimat geflohen sind. Egal wie lange sie schon hier sind oder woher sie kommen.

*Wohnraum besetzen, bewohnen, vergesellschaften!*

Nicht nur auf den Straßen der Viertel wird die soziale Spaltung der Stadtbewohner_innen immer deutlicher: Die einen residieren in millionenschweren Villen, die anderen in Bruchbuden, die sie sich vom Mund absparen müssen, und die Menschen, nach denen keiner fragt, in Lagern oder auf der Straße. Wenn Vermieter_Innen und Immobilienunternehmen ihre Wohnungen nicht mehr an „ausländisch“ klingende Personen vermieten, wird deutlich, dass auch institutioneller Rassismus den Wohnungsmarkt prägt.

Deshalb reicht es nicht, ein paar tausend neue Wohnungen zu bauen. Wir müssen die kapitalistische Organisation grundlegend in Frage stellen! Für uns heißt das zum Beispiel, Häuser und Wohnungen als Allgemeingut zu begreifen, Wohnraum unter die Kontrolle seiner Nutzer_Innen zu stellen und neue gesellschaftliche Regelungen zur Vergabe von Wohnraum jenseits von Eigentumslogik zu entwickeln.


*Leerstand besetzen, beleben, vergesellschaften!
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Nicht nur an den Ruinen alter Industriegebäude wird deutlich wie viele räumliche Ressourcen in Bonn vor sich hin verfallen. In allen Teilen der Stadt gibt es Gebäude welche sich für Stadtteilzentren, libertäre oder autonome Zentren eignen und nur auf eine Nutzung warten, um dem Zahn der Zeit zu entkommen. Wenn Eigentümer_innen, zum Teil aus der öffentlicher Hand, Immobilienflächen brach liegen lassen und auf der anderen Seite Künstler_Innen, Kulturschaffende und Aktivist_Innen nach Räumen suchen welche für eine Nutzung offen stehen stellt dies einen Gegensatz dar der sich unseren Ideen von Stadtentwicklung konträr entgegen stellt.

*Gesellschaft überwinden, Alternativen leben*!

Einige günstige Wohnungen, eine freundlichere Innenstadt und wenige unkommerziell funktionierende Zentren sind ein Anfang, aber noch lange nicht genug. Eine Perspektive auf Formen alternativer Lebens- und Gesellschaftsformen zu entwicklen erscheint wichtig und muss mit verschiedenen Kämpfen vereint werden, beispielhaft seien hier Klassenkämpfe, antisexistische und antirassistische Kämpfe genannt, welchen wir uns verbunden fühlen und denen wir offen und solidarisch zur Seite stehen. Unkommerziell organisierte Räume, egal ob Wohn- oder Kulturraum, stellen stets eine Möglichkeit dar auf aktuelle Entwicklungen und Stillstände Bezug zu nehmen, Kämpfe weiter zu entwickeln; sich untereinander und auf Augenhöhe zu vernetzen.

In diesem Sinne: Her mit den libertären Zentren, lasst uns Inseln schaffen welche wir miteinander verbinden und welche wir als Ausgangspunkt nutzen können, um für das schöne Leben und die befreite Gesellschaft einzustehen.

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//Auf die Straße, in die Häuser!//Für die soziale Revolution!/


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