[ingog-darmstadt] Re: Projektbeschreibung IngOG Samburu

  • From: "Sebastian Schoeller" <sebastian.schoeller@xxxxxxxxx>
  • To: "Kai Ledwig" <kai.ledwig@xxxxxx>
  • Date: Wed, 12 Dec 2007 21:23:28 +0100

hallöchen Kai,

die präsentation kannst Du unter
https://www.ewb-germany.de/intranet/vortraege/samburuhilfe_kollaboration
finden. ihr solltet mit eurem regionalgruppenbenutzer für bochum reinkommen.

beim brunnenbau gibts so weit ich weiss einmal die technologie des
bohrens (drilling well) und die des schaufelns *grins* (shallow well).
letztere ist diejenige bei der die gemeinschaft überhaupt ordentlich
mitarbeiten kann und demnach auch die bevorzugte.

brunnenbau hab ich noch nicht gemacht, aber da war jemand beim
lehrgang letztes mal, der wohl ab und zu für den thw arbeitet und der
hat da erfahrung. wenn ich so drüber nachdenke hängt alles sehr stark
davon ab, was man für einen boden vorfindet und wie tief die ganze
chause runter soll. dementsprechend muss dann die befestigung
ausgelegt werden. erstmal immer rund graben, wegen statik und dann
ausmauern, wenn die grube so hält oder vorbetonierte ringe
nachrutschen lassen. dann das ganze abdecken und aussparung für
handpumpe. das ding muss natürlich auch jemand warten und ohne geld
keine wartung, also muss die dorfgemeinschaft sich organisieren.

meiner meinung ist demnach das allerwichtigste (so viel erfahrung hab
ich ja gar nicht): ein verlässlichen partner vor ort, der einem mit
erfahrung weiter hilft, weil die meisten sachen schon gemacht wurden,
aber im endeffekt entweder die qualitätskontrolle schlecht war, oder
die nachhaltigkeit nicht gegeben (achtung bei bohrbrunnen), oder aber
einfach die kohle fehlt.

vorbereitung gab es dazu quasi keine von seiten der regionalgruppe,
weil ich damals noch alleine regionalgruppe war *hehe*. also was hab
ich gemacht: rumgefragt. ich könnte Dir da grundsätzlich in äthiopien
wenige kontakte anbieten, aber auch mal runfragen. besser wärs ihr
würdet einfach zu uns auf den lehrgang kommen und dann könnten wir mal
von angesicht zu angesicht quatschen. ihr habt da ja glaube ich schon
kontakte.

für einen kleinen vorgeschmack und was es sonst noch so alles ausser
brunnen gibt hier ein link zu hervorragender literatur

http://www.waterforaridland.com/publications.asp

vor ort gab es mit der bevölkerung schon serh gute kontakte, weil ein
deutscher dort seit 10 jahren oder so immer im winter hingeht und
natürlich alle und jeden kennt.

projektunterstützung haben wir grundsätzlich erst im nachhinein
bekommen. da sind dann leute mehr oder weniger per zufall über die
webseite und das zisternen-projekt gestolpert und fanden das gut. das
mit merck waren drei anrufe und 4 emails. wir hatten die schnelltests
in 4 tagen. hat trotzdem wenig gebracht, weil das keine quantitativen
tests sind und das im oberflächenablauf nach tierischer zufuhr von
zuchtfutter (das macht der schnelltest halt) ganze kollonien entstehen
is ja kein wunder. gut das Du das angesprochen hast: ich muss denen
noch nen bericht schicken und denen einen feldkoffer rausleiern
*grins*

soweit so gut. ruf mal durch bei fragen unter 0178-7594159, oder meld
Dich einfach an für den lehrgang gegen €10 teilnahmegebühr vom 18-20.1

lieben gruss aus eberstadt

sebs

On 12/12/2007, Kai Ledwig <kai.ledwig@xxxxxx> wrote:
> Hallo Sebastian,
>
> ich bin in der Ortsgruppe Bochum von Ingenieure ohne Grenzen tätig,
> wir planen dort grad ein Brunnenbau-Projekt in Äthiopien.
> Da Du ja Erfahrung in der Umsetzung von solchen Vorhaben
> hast, wäre es schön, wenn Du mir die Projektpräsentation von
> dem Zisternenbau  zuschicken könntest und wenn möglich auch
> anderes Material, das uns nützen könnte. Kannst Du uns
> vielleicht auch etwas dazu schreiben wie Ihr die Planung in der
> Ortsgruppe angegangen seid und wie Ihr die Projektunterstützung
> (3P und Schnelltester) erhalten habt? Ich hoffe wir bereiten Dir
> nicht allzu viele Umstände!
>
> Mfg
> Kai Ledwig
> Öffentlichkeitsarbeit IngOG Bochum
>
>

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