[himi] WG: Neuheiten und Tendenzen von der SightCity

  • From: <johannes.sprich@xxxxxxxxxxxxxx>
  • To: <himi@xxxxxxxxxxxxx>
  • Date: Thu, 4 Jun 2015 14:19:18 +0200

Hallo zusammen,

nachfolgende Info habe ich von unserem Mitglied Alexandra Grünauer erhalten
und möchte sie gerne an euch weiter geben.

Viele Grüße
Johannes

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Alexandra Grünauer [mailto:al.gruenauer@xxxxxx]
Gesendet: Dienstag, 2. Juni 2015 06:50
An: johannes.sprich@xxxxxxxxxxxxxx
Betreff: FW: Neuheiten und Tendenzen von der SightCity



-----Original Message-----
From: BBSB-Inform [mailto:bbsb-inform-bounces@xxxxxxxxxxxxxx] On Behalf Of
BBSB-Inform
Sent: Tuesday, June 02, 2015 6:45 AM
To: bbsb-inform@xxxxxxxxxxxxxx
Subject: Neuheiten und Tendenzen von der SightCity

Sehr geehrte Damen und Herren,

Martina Lerch ist Low Vision Trainerin beim BBSB in München. Sie informiert
über Neuheiten und Tendenzen auf dem Hilfsmittelmarkt, damit Sie die Nase
vorn haben:

Vom 20.-22. Mai fand im Sheraton-Hotel Frankfurt/Main-Flughafen die 13.
SightCity, Fachmesse für Hilfsmittel für Sehbehinderte und Blinde statt.
Rund 130 Firmen und Dienstleister aus dem In- und Ausland präsentierten sich
den Besuchern. In Anbetracht der Fülle der Aussteller ist es nicht möglich,
jedes Produkt und jeden Hersteller oder Dienstleister einzeln zu nennen, die
genannten Produkte und auch die Reihenfolge der Nennungen stellt keine
Wertung dar. Geräte aus den Vorjahren werden nicht genannt.

Es gab viele Hersteller aus Osteuropa und Asien, die mit preisgünstigeren
Produkten auf den deutschen Markt möchten, aber auch „alteingesessene“
Hersteller aus Deutschland und Westeuropa, die ihre Produkte weiter
entwickelt haben.

Bei den (Vor)Lesegeräten lässt sich, wie in den Jahren davor auch schon,
beobachten, dass die Geräte zunehmend über die Kombination Vergrößerung und
OCR (Texterkennung und Vorlesen) verfügen. Es gibt diese Geräte in
verschiedenen Ausführungen, als geschlossene Systeme, aber auch als Systeme,
die an einen PC, ein Tablet oder an einen Mac gekoppelt werden. Auch einige
Smartphones oder Tablets können mit einer entsprechenden Software und
Zubehör ausgestattet werden. Diese Systeme gibt es von verschiedenen
Herstellern aus dem In- und Ausland.

Bei den Smartphones haben einige Anbieter eine spezielle Software über das
Betriebssystem Android gelegt, welches die Bedienführung vereinfacht und in
Sprache und Großschrift darstellt. Diese beinhalten Anwendungen wie z.B.
SMS, Email, OCR, elektronische Lupe oder auch Navigation.

BlindShell: Dieses System arbeitet ausschließlich mit einem Touchscreen. Für
die Lupenfunktion gibt es optional einen Ständer, auf den das Smartphone
aufgelegt werden kann. Deutscher Vertrieb BHVD.

SmartVision: Kapsys, der Hersteller des Kapten Mobility, zeigte ein
Android-Handy mit vereinfachter Bedienführung und Tastatur, es beinhaltet
u.a. auch ein Navigationssystem auf Basis des Kapten. Deutscher Vertrieb
durch Vistac und PABS.

ClariaVox: dieses System, ebenfalls auf der Basis von Android, arbeitet mit
einer Schablone auf dem Touchscreen, damit man sich leichter orientieren
kann.

ClariaZoom: Aufbau des Menüs wie ClariaVox, ohne Schablone, mit
Vergrößerung, beinhaltet auch eine el. Lupe

Alltagshilfen:

Das LHZ in Dresden hat neu u.a. einen Salz- und Pfeffersteuer aus Holz mit
Punktschriftbeschriftung im Programm, ebenso wie einen Messerschleifer und
auch Uhren, die sowohl über ein tastbares Ziffernblatt als auch über eine
Sprachausgabe verfügen.

Spiele:

Auch zeigte das LHZ ein Braille-Sudoku aus Holz. Die Deutsche
Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig, kurz DZB, zeigte u.a. ein Holzpuzzle
der Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland. Der BHVD zeigte das
Brettspiel Parcheesi mit Würfelblock.
Die australische Firma ReachAndMatch zeigte ein Lernspiel für
mehrfachbehinderte blinde Kinder, mit dem diese Braillebuchstaben,
verschiedene Formen und Geräusche kennen lernen und mit anderen Kindern
interagieren können. Das Spiel ist eher für Institutionen geeignet.

Optische Sehhilfen:

Die Firma Eschenbach Optik stellte eine Clipleuchte, Headlight LED, zum
Aufstecken auf eine Brille vor. Des Weiteren wurden bei den altbewährten
Standlupen Makrolux und Scribolux die Schiebeschalter durch gummierte
Druckschalter ersetzt.

Die Technische Universität in Prag erläuterte bei einem Vortrag ein
Navigationssystem, das mit einem Smartphone über Bluetooth verbunden wird.
Die Steuerung des Systems erfolgt über eine Fernbedienung, die in den Griff
des Langstocks integriert ist. Derzeit ist das System ein Prototyp.
Das EU-Projekt Range-It zeigte einen Gürtel als Hinderniserkenner.

Studenten der Universität Osnabrück zeigten den Navigationsgürtel FeelSpace,
der über Bluetooth mit einem Smartphone verbunden wird und über Vibrationen
die Laufrichtung angibt. Das Projekt war nicht mit einem Messestand
vertreten.

Das Navigationssystem Trekker Breeze wird in den kommenden Wochen
Verbesserungen und Erweiterungen seiner Hard- und Software erhalten. Bereits
vorhandene Geräte können ebenfalls ein Upgrade erhalten. Infos und Upgrades
(ca. 200 Euro) erhalten Besitzer eines Trekker Breeze bei derjenigen Firma,
bei der das Gerät erworben wurde.

Braillezeilen:

Baum zeigte seine neue UltraVario. Die Zeile verfügt neben USB und Bluetooth
(mehrere Geräte können über die Zeile gleichzeitig bedient werden) auch über
eine eigene Intelligenz.

Viele Hersteller aus anderen Ländern verfolgen hier eine andere Philosophie.
Sie bieten preisgünstigere Braillezeilen ohne eigene Intelligenz (oft mit
Brailleeingabe) zur Nutzung mit einem Smartphone oder Tablet an, z.B. die
Zeile der koreanischen Firma HIMS, Smart Beetle, oder auch die Braillezeilen
in unterschiedlicher Ausführung der Firma Gaudio-Braille.

Die Firma Protak zeigte einen Ständer, in den eine 40-stellige Braillezeile
(z.B. Focus 40 blue) integriert und somit eine Einheit mit einem Laptop,
Ultrabook oder Netbook bilden kann. Das Ganze kann zusätzlich zum Transport
in einer passenden Tasche verstaut werden.

Die Firma HumanWare zeigte einen Drucker, der auf schwarzem Papier weiße
Buchstaben drucken kann.

Die Firma Ludwig Becker zeigte ein Stand-alone-Gerät zum Beschriften von
Dymobändern. Das Gerät verfügt über eine Braille-Eingabetastatur, alternativ
kann über USB eine Schwarzschrift-Tastatur angeschlossen werden.

Der Ammec (Festplattenrekorder mit Sprachausgabe) erfährt eine Neuauflage,
der Ammec Mini wird voraussichtlich im Herbst zum Verkauf zur Verfügung
stehen.

Beim NWW-Scandi handelt es sich um eine Scanhilfe für Smartphones, mit deren
Hilfe der Abstand zum Lesegut eingehalten werden kann. Mit einer OCR
(Texterkennung) können Texte komplett erfasst und vorgelesen werden.

Tabimax ist ein Ständer für das iPad, das einen bestimmten Abstand zwischen
Kamera und Lesegut sicherstellt. Das Lesegut kann unter der Tablet-Kamera
bewegt werden. Mit der passenden App wird das iPad zur elektronischen Lupe
oder sogar zu einem kleinen Bildschirmlesegerät.

Die Vergrößerungsprogramme Zoomtext und Supernova ermöglichen in den
neuesten Versionen auch die Nutzung eines Tablet mit dem Betriebssystem
Windows.

Ambutec hat das Aussehen seiner Faltstöcke verändert, die Griffe sind bunt
und das oberste Stockglied hat Applikationen in den Farben des Stockgriffs
(blau, grün, rot, gelb). Deutscher Vertrieb: BHVD.
Die ONCE zeigte Etuis für Faltstöcke zum Umhängen. Deutscher Vertrieb über
Jürgen Nolde.

Das SightCity-Forum feierte dieses Jahr seinen 10-jährigen Geburtstag. Neben
den vielen wissenschaftlichen Vorträgen rund um das Thema Augenerkrankungen
gab es einige Diskussionen rund ums Thema Hilfsmittel, deren Entwicklung und
die Positionen der Selbsthilfe.

Soweit Martina Lerch. Wegen weiterer Informationen verweisen wir auf die
Veröffentlichungen in den Zeitschriften, auf die Hilfsmittelberater der
Organisationen und auf die Infos der Hersteller und Dienstleister.

Ihr BBSB-Inform


BBSB-Inform wird Ihnen, wann immer Sie das wollen, am Telefon vorgelesen.
Wählen Sie: 0871 7000 14000. Es gilt das für den benutzten Anschluss
vereinbarte Verbindungsentgelt ohne Aufschlag.

Das Redaktionsteam können sie folgendermaßen erreichen
E-Mail: bbsb-inform@xxxxxxxx
Telefon Gustav Doubrava 09 11 - 33 45 44 Judith Faltl Telefon 0 89 - 68 52
58

Wenn Sie sich zum bbsb-inform-Newsletter anmelden möchten, schicken Sie eine
leere E-Mail an bbsb-inform-subscribe@xxxxxxxxxxxxxx
Dann erhalten Sie von Montag bis Freitag aktuelle Informationen aus dem
Blinden- und Sehbehindertenwesen.

Eine Abmeldung ist jederzeit möglich. Senden Sie hierfür eine leere E-Mail
an bbsb-inform-unsubscribe@xxxxxxxxxxxxxx



Other related posts:

  • » [himi] WG: Neuheiten und Tendenzen von der SightCity - johannes.sprich