[ascoders] AW: Re: AW: [OT] Flex, Brady und Partridge

  • From: "Alex Uhlmann" <asdfl@xxxxxxx>
  • To: <ascoders@xxxxxxxxxxxxx>
  • Date: Tue, 18 Nov 2003 22:37:20 +0100

Hi Florian,


das Flash-Frontend für Amazon gibts ja schon:
http://www.laszlosystems.com/demos/
-> Amazon Store

>ja, ich kenne das. Das ist schön, aber lange nicht so schön wie es sein
könnte und leider auch nicht so schön, dass es realistisch für Amazon
einsetzbar wäre. Laszlo-Amazon lädt über 500KB vor. Die HTML Version
liegt bei 50KB. Ein Design Fehler, denke ich, denn z.B. Shopping Cart,
Wish List, Checkout müssen nicht gleich am Anfang erscheinen. Außerdem
halte ich die Animationen und das Design für nicht ausreichend
durchdacht. Wieso überhaupt ein neues Design entwickeln? Ich glaube das
ist einer der großen Gefahren wenn man mehr Möglichkeiten bekommt: Man
kann auch mehr falsch machen. Wie bei superflexiblen Programmiersprachen
wie ActionScript 1.





Die Frage HTML oder "Rich-Client" stellt sich heute (und
in Zukunft) gar nicht mehr so sehr, weil Services immer wichtiger
werden, d.h. Business Logic und Präsentationsschicht sind
nur noch lose miteinander gekoppelt. Also kein "entweder
HTML oder Flash oder Desktop oder Wireless" mehr.

>Ja, ich stimme dir absolut zu, Service-Orientierung ist eine tolle
Sache und das mit ebay wusste ich noch gar nicht. Nur was ich nicht
verstehe ist, warum es darum unwichtig sein soll, wie der Client
aussieht. Natürlich kann jeder sein eigenes Frontend basteln, nur
entscheidender ist was Amazon implemeniert und nicht was irgendwelche
Entwickler als Beispiele zeigen (btw. Könnte ich denn mit WebServices
von Amazon komplett verhindern amazon.de zu besuchen? Bei google ginge
das ja). Business Logic wird durch WebServices auf Wunsch von überall
erreichbar. Trotzdem ersetzt solch eine Business Logic keine
Präsentationsschicht, die Frage ist also immer noch wie man am besten
solche Frontends gestaltet...oder wo finden wir uns gerade nicht. ( ;

Mal abgesehen von Web Anwendungen wie Amazon, Google, Ebay und Co...das
gleiche trifft ja auch auf Intranet/Extranet Anwendungen von
Unternehmen, Bibliothekssysteme und so vieles mehr zu was mir jetzt im
Moment alles nicht einfällt. Ist der Markt der Enterprise Software nicht
riesig? Schließlich gibt es viele Applikationserver zur Auswahl doch nur
eine Art die Präsentationsschicht zu erzeugen. Bis vor kurzem zumindest.






Allerdings hat meiner Meinung nach HTML (bzw. XHTML)
immer noch seine Berechtigung und das wird auch so bleiben.
Userexperience ist die eine Sache, schneller Zugriff auf Infor-
mationen die andere ;)

>Genau der Punkt der mich interessiert. Ich bin der Meinung, dass es
auch mit Flash möglich ist bei sehr gutem Design einen schnellen Zugriff
(mindestens genauso schnell, wenn nicht schneller) zu ermöglichen. Ich
möchte definitiv nicht einer derjenigen sein, die meinen Flash wird
jetzt sofort HTML verdrängen. Ich meine allerdings schon, dass es in
Zukunft einen Rich-Client geben wird, der die Features von XHTML auch
besitzt und noch drauflegt. Dann könnte Stück für Stück die Thin-Client
Architektur abgelöst werden durch eine modernere Rich-Client
Architektur. Mit welchen Rich-Clients und wann das passiert, keine
Ahnung...aber der Weg dahin ist meiner Meinung nach sicher. Denn
Funktionalität vom Client fernzuhalten macht doch heute keinen Sinn
mehr. Mir geht es hier hauptsächlich um die Architektur. Ob Flash dafür
das richtige Werkzeug ist/wird, weiss ich nicht. Flash ist im Moment
vielleicht das Realistischste.

Btw. Tolle Diskussion.

Gruß,
Alex

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