[informatik] Eine Geschichte

  • From: Mike Unke <smike@xxxxxx>
  • To: "Informatik-Liste" <informatik@xxxxxxxxxxxxx>
  • Date: Wed, 7 Aug 2002 23:27:52 +0200

Hallo ihr Lebenskünstler,

hier eine kleine Geschichte für euch, die euch vielleicht oder hoffentlich in 
den nächsten 5/6 Semestern noch begeleiten wird.
Ciao,
        Mike



Zum Thema "Was wirklich zählt...!"


Eines Tages wurde ein alter Professor gebeten, für eine Gruppe von 15
Geschäftsführern großer nordamerikanischer Unternehmen eine Vorlesung über
sinnvolle Zeitplanung zu halten. Dieser Kurs war einer von fünf Stationen
ihres eintägigen Lehrgangs. Der Professor hatte daher nur eine Stunde Zeit,
sein Wissen zu vermitteln.

Zuerst betrachtete der Professor in aller Ruhe einen nach dem anderen dieser
Elitegruppe: sie waren bereit, alles was er ihnen beibringen wollte, in sich
aufzunehmen.

Dann sagte er:
"Wir werden ein kleines Experiment durchführen."
Der Professor zog einen riesigen Glaskrug unter seinem Pult hervor und
stellte ihn vorsichtig vor sich hin.

Dann holte er etwa ein Dutzend Kieselsteine hervor, etwa so groß wie
Tennisbälle, und legte sie sorgfältig, einen nach dem anderen, in den
großen Krug.

Als der Krug bis an den Rand voll war und kein weiterer Kieselstein mehr
darin Platz hatte, blickte er langsam auf und fragte sein Schüler:
"Ist der Krug voll?"

Und alle antworteten:
"Ja."

Er wartete ein paar Sekunden ab und und fragte seine Schüler:
"Wirklich?"

Dann verschwand er erneut unter dem Tisch und holte einen mit Kies gefüllten
Becher hervor. Sorgfältig verteilte er den Kies über die großen Kieselsteine
und rührte dann leicht den Topf um. Der Kies verteilte sich zwischen den
großen Kieselsteinen bis auf den Boden des Krugs.
Der Professor blickte erneut auf und fragte sein Publikum:
"Ist dieser Krug voll?"

Dieses Mal begannen seine schlauen Schüler, seine Darbietung zu verstehen.
Einer von ihnen antwortete:
"Wahrscheinlich nicht!"
"Gut!", antwortete der Professor. Er verschwand wieder unter seinem Pult und
diesmal holte er einen Eimer Sand hervor. Vorsichtig kippte er den Sand in
den Krug. Der Sand füllte die Räume zwischen den großen Kieselsteinen und dem
Kies auf. Wieder fragte er:
"Ist dieses Gefäß voll?"

Dieses Mal antworteten seine schlauen Schüler ohne zu zögern im Chor:
"Nein!"
"Gut!", antwortete der Professor. Und als hätten seine wunderbaren Schüler
 nur darauf gewartet, nahm er die Wasserkanne, die unter seinem Pult stand,
 und füllte den Krug bis an den Rand.

Dann blickte er auf und fragte seine Schüler:
"Was können wir Wichtiges aus diesem Experiment lernen?"

Der Kühnste unter seinen Schülern - nicht dumm - dachte an das Thema der
Vorlesung und antwortete:
"Daraus lernen wir, dass, selbst wenn wir denken, dass unser Zeitplan schon
bis an den Rand voll ist, wir, wenn wir es wirklich wollen, immer noch einen
Termin oder andere Dinge, die zu erledigen sind, einschieben können."

"Nein", antwortete der Professor, "darum geht es nicht. Was wir wirklich aus
diesem Experiment lernen können ist folgendes: wenn man die großen
Kieselsteine nicht als erstes in den Krug legt, werden sie später niemals
alle hineinpassen."

Es folgte ein Moment des Schweigens. Jedem wurde bewusst, wie sehr der
Professor recht hatte.

Dann fragte er:
"Was sind in eurem Leben die großen Kieselsteine?

--- Eure Gesundheit?
--- Eure Familie?
--- Eure Freunde?
--- Die Realisierung eurer Träume?
--- Das zu tun, was euch Spaß macht?
--- Dazuzulernen?
--- Eine Sache verteidigen?
--- Entspannung?
--- Sich Zeit nehmen...?
--- Oder etwas ganz anderes, was wirklich wichtig ist?

Egal, WAS euch das Wichtigste ist: man muss die GROSSEN Kieselsteine in
 seinem Leben an die ERSTE Stelle setzen. Wenn nicht, läuft man Gefahr, es
 nicht zu meistern: ... das Leben!

Wenn man zuallererst auf Kleinigkeiten achtet (der Kies und der Sand),
verbringt man sein Leben mit Kleinigkeiten und hat nicht mehr genug Zeit für
die wichtigen Dinge in seinem Leben.

Deshalb vergesst nicht, euch selbst die Frage zu stellen:
'Was sind die großen Kieselsteine in meinem Leben? Und dann legt SIE zuerst
 in euren Krug des Lebens."

Mit einem freundlichen Gruß verabschiedete sich der alte Professor von seinem
Publikum und verließ den Saal.




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