[hydrixOS] : Re: HydrixOS Treibermodell - Kritik gesucht :-)

  • From: Tarik_Yildirim@xxxxxxxxxxx (Tarik Yildirim)
  • To: <hydrixos@xxxxxxxxxxxxx>
  • Date: 30 Aug 2002 20:02 GMT



"Friedrich Gr=E4ter" <webmaster@xxxxxxxxxxx> schrieb:
> Und mein Modell bietet eben ein System an, bei dem die Prozesse =FCber=20
> einen zentralen Vermittler direkt an die Dateisystemtreiber=20
> weitervermittelt werden, wodurch man eine ganze Zwischenschicht sich=20
> sparen w=FCrde (was bei einem Client/Server-System viel Zeit bedeutet!).
>=20
> Die Programme/Bibliotheken welche die API eines Betriebssystems anbieten=
=20
>   werden - wie bereits gesagt - durch Programme/Bibliotheken/etc=20
> ersetzt, welche statt das urspr=FCngliche System aufzurufen, eben=20
> Server/Kernelaufrufe von HydrixOS aufrufen.
>=20
> Und ob dieses Modell sinnvoll ist, daf=FCr suche ich Kritik :-)...

"welche statt das urspr=FCngliche System aufzurufen"

Das Problem ist hierbei, dass Du die Routinen von verschiedenen Betriebssys=
temen
auf HydrixOS patchen must. Solche patches sind aufwendig zu realisieren,
da es kommerzielle Systeme gibt, die nicht so weiteres zu patchen sind.

Wenn man die Hardware-Schnittstelle direkt emuliert ist es klar, dass es la=
ngsamer
ist, als wenn man direkt darauf greift. So ist es ja auch bei der CPU-Emula=
tion.

Ein System zu erstellen, dass auf jeder Plattform bin=E4rkompatibel ist UND=
 noch so
schnell, dass es nur f=FCr dieses System erstellt worden ist, ist nicht so =
weiteres m=F6glich.

Da ist eh ein Kompromiss n=F6tig. Bisher habe ich HydrixOS so gesehen, dass=
 wir kompatibel
und auf JEDEN Rechner lauff=E4hig ist. Insbesondere Software, f=FCr die es =
keine Systeme mehr=20
gibt.

Wenn ich meinen AMIGA anschaue, so ist er f=FCr seine 40MHZ so schnell wie =
Windows unter 1.7GHz.
Das liegt daran, dass die Software perfekt mit der Hardware arbeitet. Weil =
sie die kennt.
Bei Windows gibt es 1000 verschiedene Hardwarekombinationen. Alles so perfe=
kt und schnell zu
unterst=FCtzen ist nicht m=F6glich. Da es zu zeitaufw=E4ndig w=E4re.

Ausserdem bin ich der Meinung, dass Sicherheit vor Geschwindigkeit geht.
Wenn wir die Festplatte emulieren, dann ist es egal, ob das System wirklich=
 von Festplatte l=E4uft.
Es k=F6nnte ja auch vom RAM aus laufen, ohne das das System etwas davon mit=
bekommmt.=20
Es denkt, er hat eine Festplatte.

Dies er=F6ffnet wiederum mehr M=F6glichkeiten.

Auch noch ein Wort zur Dateihierarchie:

Wie der Aufbau genau aussieht, ist unerheblich. Wichtig ist nur, dass der A=
nwender seine Dateien
nicht suchen muss. Wie es mir unter Linux und Windows so geht.
Es muss auch m=F6glich sein, Verzeichnisse mit "assign" (so nennt man das a=
uf dem AMIGA) direkt anzuw=E4hlen.
Z.B: ASSIGN PROJEKTE: /HOME/TARIK/PROJEKTE
dann w=FCrde in der Kommandozeile in der ich PROJEKTE: angebe, das Verzeich=
nis gleich angesprochen.
Und das funktioniert nicht nur in der Kommandozeile sondern im ganzen Syste=
m so.
Immer wenn Projekte: angesprochen werde, (und sei es in Dateirequestern und=
 dergleichen) wir das /HOME/TARIK/PROJEKTE angesprochen.

Das ist sehr effektiv.

Bei Linux habe ich acuh einen grossen Nachteil festgestellt. Wenn man 2 Par=
titionen hat, dann verteilt Linux
zwischen den beiden wie es ihm beliebt. Ich wollte eigentlich System und Da=
ten trennen, jedoch hat sich das System =FCberall eingenistet. Und ich konn=
te nicht mehr nachvollziehen welches Verzeichnis auf welcher Partition h=E4=
ngt.

Un=FCbersichtlichkeit PUR. Bei SUSE Linux 7.3.

Nun, ich will nicht sagen das mein (muss ich zu geben das ich an dem System=
 h=E4nge:) ) Amiga das Nonplusultra
ist. Ich m=F6chte nur das alle guten Eigenschaften aller System in HydrixOS=
 einfliesst. Damit wir nix mehr zu
n=F6rgeln haben. Und dann wieder ein neues System erschaffen m=FCssen :(

Die Dateihierarchie funktioniert dort so:

Festplatten haben einen frei w=E4hlbaren Namen.
dann kommt die Unterteilung nach dem Doppelpunkt.
Z.B.: SYSTEM:=09=09//=09Partition SYSTEM ist angesprochen
/Library=09=09=09//=09F=FCr Bibliotheken. Es hat sich herausgestellt, dass =
nur Systembibliotheken da
=09=09=09=09//=09rein sollten. Programmbibliotheken sollten in ihren Verzei=
chnissen bleiben.
/FONTS=09=09=09//=09F=FCr Schriften
/DEVSS=09=09=09//=09Treiber - Schnittstellen
usw.

das wichtigste ist nur, dass das System mit dem FONT: aufruf, nur ein FONT-=
Verzeichnis haben m=F6chte.
Es ist also egal wo sich die FONTS wirklich befinden. Siehe oben Assign-Bef=
ehl. Es kann unter
SYSTEM:FONTS sein. MUSS ABER NICHT. Das kann und sollte der Anwender entsch=
eiden.
Ich habe es unter Windows satt. bevormundet zu werden. Und wehe es kommt ei=
n neuer Buchstabe vor dem D:,
dann sieht das WINDOWS alt aus.

Solche Probleme kannte ich vorher eh nie.

Ist mal wieder lang geworden. Ist aber ein sehr interessantes Thema.

Bis dann
TY =09


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