[hydrixOS] : Intressante Fragen

  • From: Friedrich Gräter <webmaster@xxxxxxxxxxx>
  • To: Mailingliste <hydrixos@xxxxxxxxxxxxx>
  • Date: Wed, 20 Feb 2002 15:33:05 +0100

Hallo,
Kurze Sache noch - alle, die schon vor längerer Zeit gesagt haben, dass 
sie am mitprogrammieren interessiert werden, ich wäre sehr dankbar, wenn 
mir das nochmal jeder sagen könnte - damit wir wissen, wieviele wir 
jetzt überhaupt sind :-).

Ich habe folgende Mail von Jan Müller in die Liste geforwardet, da ich 
die Fragen für ganz wichtig halte:


--- MAIL

Jan Müller wrote:

 > Ja, so sieht das Ganze bei mir auch aus. Allerdings wechseln die zwei
 > Prozesse sich so schnell miteinander ab, dass man den Wechsel praktisch
 > gar nicht merkt ;) Das ganze zeigt sich nur in einer dunkeln Linie die
 > sich über die Buchstaben bewegt. Ist echt verdammt schnell!


Die Schnelligkeit verdanken wir denke ich dem Cache, der neuen
Prozessoren und der Tatsache, dass die Taskwechsel unter HydrixOS ja
"virtuell" sind und nicht durch die Hardware gemacht werden. Das sie
sich wechseln, kannst du mit VMWare oder auf einem älteren Rechner
beobachten (insbesondere, bei kleinen Caches).

 > Wegen dem Bildschirmtreiber: Im reinen Textmodus ist doch eigentlich gar
 > nichts weiter nötig als der Bios Interrupt 10h, oder?


Naja, wir sind ja im Protected Mode, daher steht uns das BIOS nicht zur
Verfügung - ebenfalls müssten die Treiber ebenfalls als Prozesse
arbeiten, d.h. über Emulatoren. Der Bildschirmtreiber an sich ist nicht
weiter kompliziert - ist nur ein Programm, dass den Zugriff auf den
Videospeicher übernimmt. Sobald wir einen i386-Emulator haben, können
wir das ganze in C schreiben und können (sollten) den
HydrixOS-Sysemaufruf "write" verwenden, dann ist alles wenig kompliziert
:-).


 > Die HydrixOS Spezifikationen sind übrigens zwar sehr nützlich, aber
 > anhand von denen wäre ich selbstständig immer noch nicht fähig einen
 > eigenen Emulator zu schreiben, für was auch immer ;) Könntest du nicht
 > ein ganz konkretes Beispiel mit Quellcode geben, dass jeden Schritt zum
 > Erstellen eines Emulators für den HydrixOS Kernel erklärt, eine Art
 > Minimalemulator?


Also der Demoemulator, der im Moment das Programm mit dem blinkenden
Text ausgibt ist in "/vpi/dummy/dum_main.c" - ist aber nicht das Beste
und vermutlich nicht ganz einleuchtend :-)

Ich denke ich mach es so: Ich schreibe morgen quasi die
Quellcode-Umgebung des Emulators. Da ist auch die Kernel-Anbindung mit
drinnen. Ich versehe alles mit Kommentaren - ich denke das ist das
einfachste. Oder?


 > Schritt für Schritt und so :-)
 > Und nochwas: Eigentlich müsste man ja für jeden Computer einen Emulator
 > für HydrixOS schreiben können, theoretisch müsste es ja dann auch
 > möglich sein, Emulatoren für z.B. den Amiga zu entwickeln oder
 > irgendwelchen Konsolen?



Klar, das ist auch eigentlich eines der Ziele von HydrixOS. Also die
VPCs sind die Emulatoren für den Prozessor. Auf HydrixOS setzen dann
sog. Betriebssystemserver auf, die dann die nötigen Aufrufe für Windows
oder z.B. Amigaanwendungen anbieten. Diese Server nutzen die
verschiedenen HydrixOS-Fähigkeiten, was allerdings zur Folge hat, dass
wir HydrixOS einige Grundfähigkeiten geben müssen, auf denen diese
Server aufsetzen können :-).
Das günstige ist, dass wir von der Hardware nur den Prozessor emulieren,
da wir ja annehmen, dass wir Anwendungsprogramme (oder Spiele) eines
bestimmten Betriebssystems ausführen, nicht das ganze Betriebssystem.

Wenn wir also ein Amiga-Programm ausführen wollen, müssen wir einen
Motorola-68000-Emulator bauen und Server / Bibliotheken o.ä., die dem
Amiga-Programm die nötigen Dienste von HydrixOS auf Amiga-Art zur
Verfügung stellen. Also, für die Soundausgabe, wird z.B. bei einer
Windows-Simulation die Bibliothek zur Soundausgabe angeboten, die das
Windowsprogramm normalerweise nutzt. Diese Bibliothek bietet auf der
einen Seite Windows-Funktionen an, aber im Hintergrund nutzt sie
HydrixOS-Funktionen.


cu

FG

--- END MAIL


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