[familienbande] Re: Anfängerfrage zur Quellenverwaltung

Dieter Köster - Weilmünster wrote:

Ich habe verstanden, dass es zur Optimierung der Datenmenge
verschiedene Quellverwaltungen gibt:
- Adress-
- Dokument-
- Herkunfts-
- Ortsverwaltung.
Aber ich finde einfach keine gute Erklärung, wie ich die
verschiedenen Dinge zusammenbringe.

Manches ist auch nicht zusammen zu bringen und gehört nicht zu den
Quellen.

Bsp. 1: Ich habe durch Schriftverkehr mit mehreren Standesämtern die
Kopien von Heirats-, Todes- und Geburtsurkunden erhalten.
Bsp. 2: Ich habe mit meiner Tante / Mutter / etc. telefoniert /
gesprochen und mir dazu Notizen gemacht
Bsp. 3: ich habe mein eigenes Familienstammbuch vorliegen (logisch)
Bsp. 4: ich habe das Familienstammbuch meines Opas vorliegen
Bsp. 5: ich habe Todesanzeigen aus Zeitungen vorliegen (gesammelt von
Mutter, Oma, Schwiegermutter usw.; leider nur die Anzeigen selbst,
weder Zeitung noch Ausgabetag bekannt)
Bsp. 6: ich habe Dokumente vorliegen (alter Personalausweis,
Militärpass, Schriftverkehr mit Hinweisen auf evtl.
verwandschaftliche Beziehungen, ...).
Bsp. 7: mir liegen Fotos vor (digital, und natürlich alte s/w-Bilder)
Bsp. 8: die Daten meiner Geschwister kenne ich selber
Bsp. 9: ich finde bei genealogy.net Hinweise auf evtl. Vorfahren

Das alles möchte ich irgendwie in Familienbande einbinden, ohne dass
ich aber nach ein paar Monaten merken muss, die Kategorisierung
völlig falsch gemacht zu haben.

Die Informationen aus den Dokumenten sind bei den Personendaten
einzugeben (Hauptfenster).
Informationen zur Quelle kommen ins Quellenfenster (also die Angabe,
dass Du das Hochzeitsdatum von Tante Ida per Hörensagen von Deiner Oma
erhalten hast). Hier sind also die Quellen anzugeben, auf die sich die
Angaben im Hauptfenster stützen. In den Quellen kannst Du auch eine
Wertung angeben, wie sicher die Angaben einzuschätzen sind.
Wenn Du z. B. Kirchenbuchauszüge hast, kannst Du zu den Quellenangaben
auch noch die Herkunft der Kirchenbuchauszüge dokumentieren (aus
welchem Kirchenbuch der Auszug stammt).
Bilder kommen in die Dokumentenverwaltung. Dort kannst Du auch
eingecannte Briefe ablegen und ggf. mit Quellen verknüpfen.

Ich hätte geglaubt, dass ich irgendwo eine Dokumentenbezeichnung
"Heiratsurkunde" anlegen kann, und dann bei den Quellenangaben darauf
verweisen kann.

Kannst Du.

Und schon geht die Frage los, ob ich "Heiratsurkunde" oder
beispielsweise "Heiratsurkunde_Dahm_Lüth_1911" anlegen sollte.

Ist FB egal.
Kann es Dir ebenfalls sein. Nur solltest Du nicht alle Bilder
"Passbild.jpg" nennen. Alle Bilder/Dokumente müssen einen eindeutigen
und nur einmal vorkommenden Namen haben. Sonnst kann es sein, dass das
falsche Bild angezeigt wird.

Bei der Dokumentenverwaltung in FB scheine ich aber nur digital auf
dem PC vorliegende Dateien einbinden zu können. Manche Dinge habe ich
eingescannt, aber bei weitem nicht alles. Also muss es in
Familienbande anders funktionieren, oder?

Es ist schon sinnvoll die Dokumente zu scannen. Für den reinen
Informationsgehalt reicht es aber, nur die Daten der Dokumente zu
übernehmen. Das musst Du ja ohnehin.

Ist also "Herkunft" die richtige Verwaltung für solche Angaben?

Nein.
In der Herkunftsverwaltung gibst Du an, woher das Dokument
ursprünglich stammt. Dazu kannst Du auch noch eine Angabe zum Fundort
machen. Wenn Du also eine Kopie einer Kirchenbuchseite hast, ist das
Kirchenbuch die Herkunft. Erhalten hast Du die Kopie im Bistumsarchiv.
Also ist das Bistumsarchiv der Fundort (Fundort ist immer eine Adresse
und in der Adressverwaltung zu finden).

Ja, ganz schön kompliziert.

Beim Lesen der Hilfe und des Handbuches gewinne ich aber den Eindruck,
dass unter Herkunft eher Angaben gemacht werden wie "Standesamt
München II", also nicht "Heiratsurkunde_Dahm_Lüth_1911".

Genau. Die Heiratsurkunde ist die Quelle. Herkunft ist die Stelle, wo
das Dokument "erzeugt" wurde. Fundort ist die "Ausgabestelle" (in Deinem
Fall könnte es beispielsweise ein Bundeszentralarchiv sein).

Vieleicht erklärt es mal ein anderer Anwender. Ich kann besser
programmieren als erklären.

MfG, Metti.


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